Die Weltkarte des Gerhard Mercator

Mercator, ein 1512 in Flandern geborener Universalgelehrter, wurde schon zu Lebzeiten als Ptolemäus seiner Zeit angesehen. Im Jahr 1538 schuf Mercator seine erste Weltkarte. Sein erster Globus, der 1541 herausgebracht wurde, war ein großer Erfolg. Er verkaufte ihn Jahrzehntelang in großen Stückzahlen. 1551 folgte Mercator dem Ruf Wilhelms des Reichen und wurde Professor für Kosmografie an der Universität Duisburg. Beflügelt durch die großen Entdeckungen des 15. und 16. Jahrhunderts hatte sich das geografische Blickfeld der Menschheit gewaltig erweitert und der Bedarf an guten Karten wurde gesteigert. Weltruhm erlangte Gerhard Mercator durch seine große Weltkarte (Nova et aucta orbis terrae descriptio ad usum navigantium) aus dem Jahr 1569. Die große Wandkarte erreicht eine Gesamtgröße von 134×212 cm. Für Gerhard Mercator wurde die Weltkarte, bei der er zum ersten Mal eine winkelgetreue Projektion verwendete, zu seinem Meisterwerk. Die von Mercator entwickelte und wegen ihrer Winkeltreue bis heute für See- und Luftfahrt wichtige Projektion, wurde als Mercatorprojektion bekannt. Gerhard Mercator hat seiner Weltkarte ein neues Netz von Längen- und Breitengraden zugrunde gelegt. Wie neuere Forschungen verdeutlichen, war Mercator, der lange Zeit besonders durch seine Globen und als Kartograf bekannt war, zu seiner Zeit auch als Philosoph, Theologe und Kosmograf von hoher Bedeutung.

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